- Du richtest dir ein online-wertpapierkonto bei einer Bank oder einem Broker ein.
- du zahlst geld von deinem Girokonto auf das dem Wertpapierkonto zugeordnete Verrechnungskonto ein
- du kaufst Aktien über einen orderauftrag
- das dazu notwendige Geld wird von deinem verrechnungskonto eingezogen
- für den Kaufvorgang zahlst du eine Ordergebühr
- die Aktie steigt oder fällt, du kannst dies in deinem Onlinedepot nachverfolgen
- du gibst einen verkaufsauftrag (verkaufsorder) auf und verkaufst du aktien
- du zahlst dafür eine Verkaufgebühr
- der Restbetrag wird deinem Verrechnungskonto gutgeschrieben
Solange du Aktien hälst ist jede Kurssteigerung oder Kursverlust virtuell. Du merkst es nicht. Erst mit dem Verkauf wird es real. Entweder dein Verrechnungskonto zeigt dann mehr an als beim Kauf oder weniger. Natürlich musst du immer die Ordergebühr mit einrechnen. Deshalb lohnt es sich nicht für 80 EUR Aktien zu kaufen. Die Ordergebühr beträgt mind. je 5,95 EUR (bis ca. 12,50 EUR für Inlandorders bis 2500 EUR je nach Broker) für Kauf und Verkauf.
Achso. Aber das mit den Gebühren verstehe ich immernoch nicht ganz. Also, wenn ich die Aktie XY kaufe, muss ich eine Gebühr "Einmalig" zahlen? Und wenn ich diese Aktie verkaufe, muss ich dann wieder eine Gebühr zahlen? Wenn ich dann noch dazu was anderes kaufe, muss ich für die neue Aktie erneut eine Gebühr bezahlen? aber ich kann von diesen Aktien so viele wie möglich dann kaufen, habe ich das richtig verstanden? Sind die Gebühren unterschiedlich Hoch?
Für jeden Kauf oder Verkauf zahlst du eine Gebühr. Diese fließt an den Börsenhandler, über den die Aktien gekauft werden.
Eine besipielhafte Aufschlüsselung für Inlandsorders (Deutschland):
Kaufst du Aktien eines Unternehmens in London oder New York (weil dort das Umschlagsvolumen des Unternehmens höher ist - liquider), dann werden die Ordergebühren höher sein (mind. das doppelte).
Du musst also für jden Trade das Verhältnis von Gebühr zu gehandelten Volumen einrechnen und für dich festsetzen ob das passt. Meist heißt das, dass das Minimalvolumen bei mind. 500 EUR je Trade liegen sollte, damit sich ein Kauf lohnt. Je weniger du einsetzt, desto mehr muss die einzelne Aktie zulegen, damit du sie mindestens zum Kaufkurs wieder verkaufen kannst.
Weil es zuvor angesprochen wurde. Um eine Diversifizierung ins Portfolio zu bekommen, sollte das Gesamtvolumen mind. 10.000 EUR betragen (besser 20.000 EUR), sonst bekommst du leicht eine Klumpenbildung. Daher lohnt es sich für Kleinanleger eher in Fonds zu investieren, die bereits von haus aus eine Diversitfizierung aufweisen.
Aber bevor du investieren wirst, beschäftige dich ausgiebig damit. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die beste Vorbereitung: Auf jeden Cent, den du an der Börse platzierst, kannst du verzichten. Du brauchst ihn morgen und übermorgen nicht. Auch ein Totalverlust macht dir nichts aus. Wenn du das mit "ja" beantworten kannst, dann bist du vom Kopf her für die Börse geeignet. Wenn nicht: Lass die Finger davon!