Medikamente + Tabletten - neue und gute Antworten

  • Kann man i.v.-Medikamente theoretisch selber herstellen?
    Antwort von Kajjo ·

    Das Auflösen von Tabletten scheitert normalerweise fast immer. Das kannst du ganz harmlos mit einer billigen Paracetamol- oder Aspirin-Tablette und Leitungswasser ausprobieren. Tabletten enthalten fast immer auch Stoffe, die nicht löslich sind (Stellmittel, die die Tablette fest und haltbar machen, oftmals Pigmente zum Färben). Somit entsteht keine klare Lösung, sondern eine trübe Suspension, die wiederum nicht zur Injektion oder Infusion geeignet ist, sondern gefährlich wäre. Prinzipiell kann man aber natürlich auch solche Lösungen über Spritzenfilter (spezielle Aufsätze für Spritzen) filtrieren und zu einer klaren Lösung werden lassen. Wenn der eigentliche Wirkstoff sich löst, dann enthält auch die filtrierte Lösung den Wirkstoff.

    Kommerzielle Injektionslösungen werden hergestellt, in dem die reinen Wirkstoffe gelöst werden. Du hast richtig erkannt, dass Sterilität das entscheidende Problem bei der eigenen Herstellung wäre. Alleine deswegen sind Selbstversuche diesbezüglich lebensgefährlich.

  • 6 x Ibuprofen 684mg eingeschmissen innerhalb 24 std, was kann passieren??
    Antwort von Kuno33 ·

    Das ist eine Überdosis, an der Du nicht sterben wirst. Du solltest jetzt die Dosis wieder in den grünen Bereich bringen oder Dir ein stärker wirksames Mittel aus der Gruppe der Opioide verschreiben lassen.

    Sofern es Dir nicht gravierend schlecht geht - durch die Überdosierung - brauchst du in dieser Hinsicht gar nichts zu tun.

    Ibuprofen greift Leber und Niere an. Außerdem kann es u. a. zu Magenblutungen kommen. Wenn Symptome bestehen, die darauf hinweisen, ist der Weg ins Krankenhaus sofort notwendig: Die Symptome sind: Keffeesatzerbrechen (Erbrochenes sieht durch Säure verändert wie Kaffeesatz aus), Teerstuhl (er stinkt, sieht schwarz wie Teer aus durch verdautes Blut). Vermutlich ist das aber nicht so.

  • Kann man i.v.-Medikamente theoretisch selber herstellen?
    Antwort von TomRichter ·

    Natürlich kann man das - eine Million Heroinsüchtige beweisen das jeden Tag. So groß ist der Unterschied nicht zwischen Injektion und Infusion.

    Bei Medikamenten ist der Konsument natürlich weniger geneigt, die Nebenwirkungen unsachgemäßer Handhabung in Kauf zu nehmen, entsprechend mehr Aufwand ist beim Herstellen der Infusionslösung zu betreiben.

    Die Tablette als Ausgangsmaterial ist denkbar ungeeignet, da sie Hilfsstoffe (z.B. Maisstärke) fürs Tabletten-Pressen enthält, die nicht wasserlöslich sind. Müsste man nach dem Auflösen noch filtrieren - besser, man geht von reinem Paracetamol-Pulver aus.

    Das Wasser steril und pyrogenfrei (das sind Bruchstücke von Bakterien, die Fieber auslösen) zu bekommen ist auch nicht so einfach - weshalb (Krankenhaus-)Apotheken, die Infusionslösungen herstellen, das Wasser zu Preisen um die zehn Euro pro Liter kaufen und nicht selbst herstellen.

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    Kommentar von Bevarian ,

    ;)))

  • Kann man i.v.-Medikamente theoretisch selber herstellen?
    Antwort von Hardware02 ·

    Theoretisch könnte man das, aber: Wie gut wird sich die Paracetamol-Tablette auflösen? Abgesehen davon, ist diese Tablette eigentlich steril? Das muss sie nämlich sein, wenn du sie i.v. injizieren willst. 

    -> Ganz, ganz schlechte Idee. Würde ich nur im absoluten Notfall machen, also wenn dich die Dinos jagen wie in Jurassic Park oder so.

  • Kann man i.v.-Medikamente theoretisch selber herstellen?
    Antwort von brouwser1 ·

    Nein, das kann man nicht.

    Tabletten haben jede Menge Träger- und Zusatzstoffe, die sich mit dem Blut überhaupt nicht vertragen, es verklumpen, zu Embolien führen und somit wird so ein Expermiment schnell tödlich enden. Tabletten haben einen FESTEN Zustand, i.v. Medikemente sind flüssig. Nur Auflösen reicht da nicht aus.

    Dazu sind Dosierungen i.v. völlig andere als per os. Medikamente, die erst den Magen-Darm-Trakt passieren müssen, um DANN irgendwann irgendwo wirken zu sollen sind natürlich etwas völlig anderes, als wenn sie i.v. direkt an den Wirkungsort gespült werden.

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    Kommentar von galadriel1960 ,

    Dem kann ich nur zustimmen. Lass die Finger von solchem Blödsinn.

  • Kann man i.v.-Medikamente theoretisch selber herstellen?
    Antwort von Zauselbaer ·

    Theoretisch wäre das möglich, praktisch eher nicht, da außer der Sterilität noch einige andere Dinge zu beachten sind (genaue Dosierung, vollständige Löslichkeit, Pyrogenfreiheit usw. Zudem bräuchtest du den reinen Wirkstoff und nicht eine Tablette mit Träger- und Hilfsstoffen.Manche Wirkstoffe eigenen sich außerdem gar nicht für eine intravenöse Anwendung.

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    Kommentar von Isakyliesmiley ,

    Was meinst du mit Dosierung? Ich habe als Beispiel extra Paracetamol genommen, weil ich selbst Perfalgan 1000mg bekommen hab über die Vene, also Paracetamol.

    Kommentar von Zauselbaer ,

    Damit meine ich, dass die verwendete Menge des Wirkstoffes ganz genau abgemessen sein muss, z. B. mit einer speziellen Analysenwaage. Es darf weder die Konzentration (mg Wirkstoff pro ml Lösungsmittel) noch die Gesamtmenge des Wirkstoffes in der Lösung überschritten werden. Jeder Fehler dabei kann zum tödlichen Ausgang bei Zufuhr der Infusion führen.

  • Wie lang dauert der Abbau von Antidepressiva?
    Antwort von Chillersun03 ·

    Das ist unterschiedlich, die meisten Antidepressiva haben jedoch eine Halbwertszeit zwischen 10 und 60 Stunden bleiben dementsprechend ca. 3 bis 12 Tage im Körper. 

    Wenn du einen Wirkstoff nennst, kann man genauere Angaben machen.

    Gruß chillersun

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    Kommentar von littleMilla21 ,

    Wirkstoff ist Mirtazapin

    Kommentar von Chillersun03 ,

    Die Halbwertszeit liegt bei 20 bis 40 Stunden, nach 7 bis 10 Tagen sind ca. 97% bis 99,8% des Wirkstoffes aus deinem Körper ausgeschieden, also nahezu alles.

  • Wie lang dauert der Abbau von Antidepressiva?
    Antwort von Chibimoon86 ·

    Mein Arzt sagte zu mir etwa  4-6 Wochen . 

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    Kommentar von littleMilla21 ,

    okay^^ schon komisch der eine sagt ein paar Stunden und der nächste sagt 4-6 Wochen xD aber trotzdem danke

    Kommentar von Chibimoon86 ,

    Ja es gibt auch Unterschiede  , man kann leider wirklich erst sagen das man "stabil" ist nach diesen  4-6 Wochen  , da wirken Antidepressiva nichtmehr aufs Gehirn , oder verfälschen Gefühle .

    Habe selber nun gut ein halbes Jahr welche nehmen müssen  , und die Klinik sowie Psyschiater/Neurologe sagten dasselbe

    Kommentar von littleMilla21 ,

    klingt auf jedenfall logischer wie 10-20 Stunden xD 

  • Ist eine Lagerung von Medikamenten bei Raumtemperaturen über 25 Grad Celsius problematisch?
    Antwort von Kajjo ·

    Kurzfristig für wenige Tage ist das nicht problematisch, aber dauerhaft sollten Medikamente nicht so warm gelagert werden. Prinzipiell ist es ratsam, Medikamente immer bei maximal 20 °C, trocken und dunkel zu lagern. Lieber kühler als wärmer.

    Es ist problemlos möglich, Medikamente im Kühlschrank zu lagern. Ideal ist es, sie in einem Zip-Gefrierbeutel feuchtigkeitsgeschützt aufzubewahren.

  • Sorgen wegen Ibuprofen Schmerzen
    Antwort von 19404100 ·

    Hallo, guteantwort7890! Ich bin selbst Ibuprofen-Nutzer.Es schaedigt den Magen, indem es die Magenschleimhaut angreift.Deshalb hat mir mein Schmerztherapeut dringend empfohlen (und verschrieben) zu jeder Tablette Ibuprofen  eine Kapsel Omeprazol zu nehmen, die obige Reaktion verhindert.               Gute Besserung! 

  • Kann Finasterid oxidieren oder anderweitig reagieren, sollte man es der Luft aussetzen?
    Antwort von Deichgoettin ·

    Du bist viel zu jung dazu, dieses Medikament zu schlucken. Ich hoffe für Dich, daß Du dies mit einem Arzt abgesprochen hast. Sonst siehe Antwort von @Chillersun.

    Lies mal hier:

    http://gutepillen-schlechtepillen.de/finasterid-gegen-haarausfall-mehr-haare-abe...

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von AstridDerPu ,

    👍 👍 👍

    Kommentar von PeVau ,

    DH!

  • Kann Finasterid oxidieren oder anderweitig reagieren, sollte man es der Luft aussetzen?
    Antwort von Chillersun03 ·

    Hey, nein Finasterid reagiert nicht mit der Luft. Der Überzug dient bei Finasterid im wesentlichen dazu, den Geschmack zu überdecken, die Gleitfähigkeit bei der Verarbeitung und besseres Aussehen zu gewährleisten. Der Schutz vor äußeren Einflüssen ist bei Finasterid eher untergeordnet, Finasterid reagiert nicht mit Luft und nur langsam mit Feuchtigkeit.

    Gruß Chillersun

    Alle 4 Antworten
    Kommentar von Deichgoettin ,

    DH

    Kommentar von indiachinacook ,

    Ach wenn ich doch nur könnte!

  • Kann Finasterid oxidieren oder anderweitig reagieren, sollte man es der Luft aussetzen?
    Antwort von Wandkalender24 ·

    Normalerweise ist diese "dünne Hülle" wie du sie nennst, nicht dafür da, dass der Wirkstoff vor Luft geschützt wird. Solche "Hüllen" werden benutzt, damit sich die Tabletten nicht sofort im Magen auflösen, sondern erst im Darm-Trackt oder noch später. Außerdem können sie auch einfach nur dazu dienen, den Wirkstoff Ansich zu schützen. Ich denke es kaum einen Wirkstoff, der für Menschen unbedenklich ist, der bei Berührung mit Luft anfängt zu oxidieren oder Sowas.

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    Kommentar von Bevarian ,

    erst im Darm-Trackt oder noch später.

    Was kommt denn noch Großartiges nach dem Darm-Trakt? Da ist es doch praktischer, das Zeugs direkt den Bakterien im Faulturm zuzufüttern - oder bist Du ein Karnickel...?!?   ;)))

    Kommentar von indiachinacook ,

    Das Karnickel war jetzt aber echt tief. DH!

    Kommentar von Bevarian ,

    Wieso? Ich gebe mir doch die allergrößte Mühe, den Sinngehalt der Aussage zu verstehen - und dazu klopfe ich halt alle Perspektiven ab...!   ;)))

  • Ab wann wirkt inimur myko vaginalzäpfchen Ab der ersten Tablette oder doch erst zum Ende hin.. Hat jemand Erfahrung damit?
    Antwort von episode3 ·

    Hallo Franni1991,

    ich habe zwar keine Erfahrung mit inimur myko, doch ich habe hier https://www.diagnosia.com/de/medikament/inimur-myko-vaginalzaepfchen-mit-100-mg-... gelesen, dass die Wirkung allgemein nach einer Anwendung von sechs aufeinander folgendenen Tagen einsetzt. Das ist ein überschaubarer Zeitraum, wobei er im Einzelfall nach ärztlicher Absprache auf insgesamt vierzehn Tage verlängert werden kann. Hoffen wir mal, dass bei dir der allgemeine Fall eintritt. Gute Besserung!

  • Warum Antidepressiva anstatt Psychotherapie?
    Antwort von Sonja66 ·

    Schulmedizin unterdrückt Symptome mittels Medikamenten. Darin jedoch liegt keine Lösung.
    Vielmehr sollten Symptome hinterfragt werden, um sie zu verstehen, um erkennen zu können, was zu tun ist bzw. was hilft. Das würde dann Psychotherapie eher leisten.

    Depressive drücken was (meist Aggressionen) nieder (wollen was "töten" im Sinne von Loshaben-wollen). Können Betroffene dies nicht unterscheiden/verstehen/erkennen, töten sie sich schon mal selbst. All die Energie der Wut richten sie dabei gegen sich.

    Somit läge in der Akzeptanz eigener Lebenskräfte, Lebensenergie und Aggressionen wohl eine Lösung.

  • Warum Antidepressiva anstatt Psychotherapie?
    Antwort von idiaminfluorid ·

    Depressionen sind psychische Krisen bis hin zum psychischen Zusammenbruch in Verbindung mit Depressivität. Depressivität ist ein natürlicher Zustand der Energie- und Lustlosigkeit unter schlechten Lebensverhältnissen. Ohne seelische Krise ist sie spätestens nach einigen Wochen vorbei.

    Antidepressiva wirken gegen die Depressivität, aber nicht gegen die Krise. Gerade das macht sie gefährlich. Depressivität macht inaktiv und das ist auch ein Schutz vor der Verwirklichung von schlimmen Gedanken wie an Suizid. Durch die Aufhebung der Depressivität können solche Gedanken dann zu Taten werden. Sogar bei Amokläufern hat man oft festgestellt, dass sie unter dem Einfluss von Antidepressiva standen.

    Psychotherapie hilft in der seelische Krise und kann damit die Depressivität wieder auf ein natürliches Maß reduzieren. Das ist auf jeden Fall der bessere Weg.

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    Kommentar von soulbridge1 ,

    Top :)

  • Warum Antidepressiva anstatt Psychotherapie?
    Antwort von derdorfbengel ·

    Du denkst wieder nicht von dem System aus, in dem Du lebst, wie in der Werbefrage auch.

    Es geht nicht darum, was für einen Einzelnen objektiv am besten ist. Jeder ist in der Beurteilung dessen subjektiv durch seine Interessen gefärbt. Und bei uns wird die Gesundheitsdiskussion natürlich vorwiegend durch die am System Beteiligten geführt.

    Den meisten Einfluss hat eine Industrie. Denn die kann mit den Milliardengelern, die ihr an Umsatz und Gewinn zufliessen, auch entsprechen Einfluss ausüben: durch Werbung, Bestechungsgeld usw. etc. Und das tut sie auch.

    Die Industrie produziert nunmal Pharmaka. An der Industrie hängen Ärzte. Die wollen nun mal im Bereich der psychischen "Krankheiten" tätig sein und mitmischen. Und was können Ärzte?

    Richtig: Medikamente verschreiben.

    Psychotherapie kann man nicht industriell produzieren, die ist Handwerk, nur immer von einem EInzelnen einmalig herstellbar. Wer ist also deren Lobby? Richtig: nur die vielen, vielen tausend kleine Psychotherapeuten, die keine Milliarden Werbebudgets bei sich konzentrieren und auch keine entsprechenden Bestechungen verteilen können.

    Die Kunden selbst haben da die Wahl. Und für manche scheint es eben attraktiver, sich mal lieber eine Pille einzuwerfen und sich damit zu verzaubern, als sich dadurch zu fordern, sich infrage zu stellen. 

    In der Marktwirtschaft, aka Kapitalismus, werden eben verschiedene Angebote gemacht und man kann auswählen. Immerhin haben die Krankenkassen Psychotherapie mittlerweile als Wahlleistung übernommen. Das war vor dreissig Jahren noch anders. Da konntest Du keine PT von den Kassen bezahlt bekommen.

  • Suche einen Ersatz für Opipramol, gibt es etwas? Vielleicht sogar rezeptfrei?
    Antwort von aleah ·

    Warum wollen die Ärzte es Dir nicht weiterhin verschreiben? haben Sie Dir das mal erklärt und begründet? waren das Fachärzte?

    Das einzig rezeptfreie wäre Vivinox  (bzw. Emesan.) was mir einfällt, ab gewisser Dosierung dann auch wirksam ist - aber nicht wirklich vergleichbar mit Opipramol ist.

    Atosil, Melperon, Truxal,  Doxepin oder auch Amitriptylin bspw.  die fände ich mehr oder weniger vergleichbar.

    Leider kann ich Dir darauf keine Garantie geben,  denn Psychopharmaka wirken von Mensch zu Mensch viel zu unterschiedlich.