Nachdem ich seit vielen jahren Lehm als "wohngesundes Baumaterial" schätze, habe ich auf Grund dieses Presseberichtes in einem offenen Brief zahlreiche Institutionen zu dieser Frage angesprochen;
Erste Stellungnahmen dazu haben wir unter Punkt 11 auf unserer Diskussionsseite "Wohngesundheit" zusammengestellt. Ich hoffe, hier in den nächsten Tagen noch weitere Antworten veröffentlichen zu können.
http://www.sentinel-haus-stiftung.eu/forschung/diskussionsseite/
Aus unserer Sicht (ohne das grundsätzliche Problem Radioaktivität in Wohnhäusern/ verstärkt durch zu niedrige Luftwechselraten, oft bauliche Fehler im Fundament zu unterschätzen) handelt es sich hier um eine vorschnelle Panikmache.
Aussagen des Bundesamtes für Strahlenschutz zu natürlichen Radionnukleiden in Baumaterialien
"In Deutschland wurden keine zu Bauzwecken verwendbaren Materialien festgestellt, die infolge erhöhter Thoriumkonzentrationen zu höheren Konzentrationen des Radon-220 (Thoron) in Räumen führen könnten." (Literaturquelle im veröffentlichten "offenen Brief") sollten hier etwas "Ruhe" in die aktuelle Diskussion/ Verunsicherung bringen.
Danke für ihre Antwort.
Meine Anfrage für eine fachliche Einschätzung resultierte aus dem Bericht der zwischen den Zeilen gelesen schon eine sehr deutliche Warnung beinhaltet. Das ist in etwa so wie mit dem Asbest, es hat xx Jahre gedauert bis eine offizielle Stelle endlich mal vermeldet hat das es gefährlich ist. Vorher hieß es auch immer nur ja ne so genau weiß das keiner ist ja ein so toller Stoff mit so vielen Vorteilen..........................
Einige passagen des Textes finde ich sehr auffällig geschrieben und klingen für mich so als wenn das Problem mit dem Thoron bekannt ist und die Messgeräte extra so gebaut werden damit das Problem keiner bemerkt.
Ich denke es wird zu diesem Thema kaum neue Erkenntnisse geben weil es nicht im sinne der Industrie ist Forschungen zu bezahlen die Lehm in ein schlechtes Licht rücken. Also bleibt wohl nur abzuwarten was die Messung an den 40 Fachwerkhäusern ergibt. Wenn diese Messungen das erste Ergebnis bestätigen dann dürfte ungebrannter Lehm als Baustoff wohl weniger gefragt sein.
Naja die Wissenschaft findet immer mehr Hintergründe warum etwas so ist wie es ist. Früher wusste keiner das Krankheiten durch Viren und Bakterien verursacht werden, heute ist das Allgemeinwissen. Wer weiß was die Wissenschaft zum Thema Lehm noch alles rausfindet.
Vielleicht bauen oder verputzen wir in Zukunft mit Rindermist so wie es die Menschen in anderen Ländern machen..............